Freitag, 22. Januar - Sonntag, 24. Januar in Minsk

18. Hallen-Europameisterschaft


Samstag, 23. Januar 2016 - 09:20

Deutschland - Ukraine   1 : 0   (0:0)


DHB-Damen: Das Minimalziel Halbfinale ist erreicht!

Hallenhockey-EM in Minsk, Vorrunde: Deutschland - Ukraine 1:0 (0:0)

23.01.2016 - Die deutschen Damen haben ihr selbst ausgegebenes Minimalziel, das Erreichen des Halbfinales bei der Hallenhockey-Europameisterschaft in Minsk, erreicht. Gegen die Ukraine, den Europameister von Duisburg 2011, reichte ein 1:0, erzielet von der Mannheimer U18-Vize-Europameisterin Julia Meffert vier Minuten vor Ende, um mit zwei Siegen und einer Niederlage ins Halbfinale einzuziehen. Gegner im Semifinale am Nachmittag (15.50 Uhr deutscher Zeit!) ist Weltmeister Niederlande. In Gruppe A wurden die Niederländerinnen Erster und Polen Zweiter. Die Polinnen treffen damit im anderen Halbfinale auf Gastgeber Weißrussland.

Trainer Aditya Pasarakonda: „Wir haben sehr stark verteidigt – das war auch in diesem Spiel wieder der Schlüssel. Dass eine so junge Mannschaft so lange ruhig bleibt und so gut mit dem Druck umgehen kann, ist absolut nicht selbstverständlich. Da ziehe ich den Hut vor dem Team. Der Matchplan ist gut aufgegangen. Wir wussten, dass wir unsere Chancen bekommen werden, wenn wir lange genug ruhig bleiben und es über das Kombinationsspiel versuchen. Ich hoffe, dass durch das erste Feldtor vorn nun auch der Knoten geplatzt ist. Wir sind sowohl auf Polen als auch auf die Niederlande vorbereitet, insofern ist mir egal, wer kommt. Die Holländerinnen kennen wir etwas besser, weil wir gegen sie in der Vorrunde gespielt haben.“

 

Die deutschen Damen brauchten ein paar Minuten, um in ihre Struktur zu finden. Da waren die Ukrainerinnen etwas griffiger und kamen auch ein-, zweimal bei Julia Ciupka vors DHB-Tor. Doch die Kölnerin spielte gut mit. Dann hatte Julia Dudorov die erste gute Chance fürs deutsche Team. Ihren Schlenzer wehrte Keeperin Tetiana Stepanchenko auf Kosten einer Ecke ab. Es gab Siebenmeter (8.), den Viktoria Huse jedoch nicht verwerten konnte, auch weil Stepanchenko glänzend parierte. Das DHB-Team nun mehr Herr der Lage, baute gut auf und hatte die Ukrainerinnen auch bei deren Kontern besser im Griff.

Doch dann wurde ein Stockfoul von Maike Schaunig mit einer Ecke für die Osteuropäerinnen geahndet. Der Schlenzer ging jedoch links neben das Tor. Die Ukraine nun wieder mit leichten Vorteilen durch ihr aggressiveres Spiel. Die Deutschen hielten nicht genug dagegen. Es war Lorenzen, die erst in der 17. Minute mal wieder einen Torschuss hatte, allerdings erwischte sie zentral frei am Siebenmeterpunkt die Flanke von rechts nicht voll, so dass der Ball links neben das Tor ging. Eine kleine Unachtsamkeit von Ciupka, der eine Kugel etwas zu weit weg vom Kicker nach vorn sprang, brachte dann auch die Ukraine wieder zu einer Chance, doch der Ball ging ebenfalls links neben das Tor.

So blieb es beim 0:0 zur Pause – ein Ergebnis, das den Ukrainerinnen genug war, da sie bei Punktgleichheit zwei Tore besser in der Tabelle standen als das DHB-Team. Das deutsche Team musste also etwas tun, um die Partie zu gewinnen und als Gruppenzweiter ins Halbfinale einzuziehen, ohne dabei in Hektik zu verfallen und Fehler zu machen. Es blieb dadurch eine spannende Partie, in der beide Seiten extrem darauf bedacht waren, Fehler zu vermeiden. Die erste Torchance hatten wieder die Deutschen, als Michelle Strobel aus der Mitte zwei Mal an Stepanchenko scheiterte (23.).

Hinten stand die DHB-Auswahl aber in dieser Phase sicher, ließ nichts zu. Vorn gab es die zweite Ecke in der 24. Minute nach Foul an Schaunig. Doch der Schlenzer von halbrechts war nicht präzise genug. Glück, als im Gegenzug eine Flanke aus der linken Ecke vor Tor von einer Stürmerin verpasst wurde. Die Ukrainerinnen dann in Unterzahl nach Grün für Ponomarenko. Und Deutschland holte dann die dritte Ecke (30.). Doch wieder war der flache Schlenzer von Müller-Wieland zu unpräzise, ging rechts neben das Tor.

Es blieb ein Geduldsspiel. Die Deutschen passten um den Kreis der Ukrainerinnen herum, die zwar nicht ganz tief standen, aber innerhalb der eigenen Hälfte recht stabil. Lorenzen wurde dann Mal gut freigespielt, rutschte aber bei der Annahme im Kreis aus. Ein Schuss von Strobel ging links am Tor vorbei. Dann nahm Pasarakonda seine Auszeit. Er schickte Müller-Wieland für die letzten sechs Minuten als sechste Feldspielerin für Ciupka auf den Platz. Das hätte sich fast sofort ausgezahlt, als die UHCerin bis zum Tor durchkam, aber ihr Rückpass nicht verwertet werden konnte. Dann großer Jubel, weil bis zu Julia Meffert durchkombiniert wurde, die aus wenigen Metern traf (36.).

Natürlich kam Ciupka nun zurück ins Tor und es war nun an der Ukraine, ein Tor machen zu müssen. Die Chance sollten sie durch eine Ecke in der 38. Minute bekommen, die Ciupka aber über Tor lenkte. Die Osteuropäerinnen bekamen kurz darauf noch eine, obwohl der Ball von der Stürmerin über das Brett einer Deutschen gelegt wurde. Auch diese wurde zum Glück abgewehrt. Nun nahm die ukrainische Trainerin Svitlana Makaieva ihre Auszeit und ließ für die letzte Minute mit sechs Feldspielerinnen agieren. Das DHB-Team spielte die Zeit aber clever herunter und hatte das Halbfinale erreicht.

 

Tore:

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1:0 Julia Meffert (36.)

 

Strafecken:

GER 3 (keine Tore) / UKR 4 (keine Tore)

 

Schiedsrichter:

Sarah Wilson (SCO) / Claire Druijts (NED

 
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Samstag, 23.01.2016 - 09:20
    » GER - UKR   1:0 (0:0)
Samstag, 23.01.2016 - 15:50
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Sonntag, 24.01.2016 - 11:00
    » BLR - GER   6:5 (2:2)

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